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  1. #BlogBlick No. 7

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    08.03.2017 von plaintron

    Es ist wirklich höchste Zeit für einen Blick in die umliegenden Bastlerblogs, denn dort hat sich eine Menge getan.

    Schaut bitte unbedingt bei Deloarts rein. Dort gibt es ein spannendes Projekt zur Steuerung eines ESP8266-Controllers über den Messaging-Dienst Telegram:

    Einen Mikrocontroller per Messenger Befehle senden oder Daten erhalten? Ja das geht, und es ist auch genau so cool wie es sich anhört!

    […]

    Dank der entsprechenden Lib (folgt später im Eintrag) erspart man sich viel Schreibarbeit und kann gleich loslegen. Wenn man sich die Bibliothek genauer anschaut merkt man die Ähnlichkeit zur Python API, es ist lediglich stark abgespeckt, was für die Nutzung auf dem ESP nur Hilfreich ist.


     

    Vor ein paar Tagen ist mein neuer 3D-Drucker eingetroffen (dazu bei Gelegenheit mehr) und auf der Suche nach Tipps zur Benutzung ist mir „Well-Engineered“ von René Jurack (Fortsetzung des Blogs „René und seine 3D-Drucker„) vor die Maus gerutscht. Schade, dass ich das „Dice“-Projekt nicht früher gefunden habe, dann hätte ich meinen Drucker selbst gebaut. Hier wird der Bau eines Mini-3D-Druckers ausführlich beschrieben:

    Den DICE zu entwerfen war eine sehr spannende Erfahrung, die mir unglaublich viel Spaß gemacht hat. Auch die permanente Herausforderung bei jedem Detail einen möglichst hochwertigen Kompromiss zu finden der allen Aspekten Rechenschaft trägt, war sehr packend: Auf der einen Seite der Anspruch, innerhalb des Druckers mit den Komponenten so klein und kompakt wie möglich zu werden um ein ausreichendes Druckvolumen zu erreichen, auf der anderen Seite aber immer die notwendigen praktikablen Dinge für Wartung und Montage zu berücksichtigen und dabei dann immer auch noch in einem einheitlichen und schlichten Design zu bleiben. 


     

    Um einen PC mit einem Mikrocontroller zu verbinden, wird gewöhnlich ein USB-UART-Wandler verwendet. Populär und weit verbreitet, aber auch teuer, ist der Baustein FT232 von FTDI. Weiterhin wird als günstigere Alternative das IC CP2102 oder CP2104 von Silicon Labs verwendet. Eine sehr günstige Alternative bietet der chinesische Baustein CH340G. Allerdings ist dazu ein Treiber erforderlich, der nicht auf allen Systemen vorinstalliert ist. Viele billige China-Arduino-Klone enthalten diesen Wandler. Er läuft absolut zuverlässig und lässt sich außerdem auch gut für eigene Entwicklungen verwenden, da sich das SOIC-Gehäuse auch ohne spezielle SMD-Ausrüstung gut montieren lässt.

    Wie sich ein Nano-Klon mit CH340G in Verbindung mit der Arduino-IDE nutzen lässt, wird in Matthias Bock’s Blog erklärt.

    Es gibt 5V-Arduinos zu kaufen, die über einen CH340G USB-Seriell-Wandler mit dem PC verbunden werden können. Beim ersten Versuch, direkt mit dem Arduino IDE ein Sketch einzuflashen, trat bei mir zunächst das folgende Problem auf:

    […]

    Der Arduino hatte offenbar noch keinen Bootloader installiert.

    Glücklicherweise gibt es das unten verlinkte Instructable.


     

    Im 3D-Drucker-Blog der „sechs Brüder“ geht es in einer aktuellen Artikelserie um den Bau einer CNC-Fräse. Dabei handelt es sich um eine recht leistungsfähige Maschine und die ersten Ergebnisse sind bereits zu besichtigen:

    Letztes Jahr habe ich angefangen eine neue CNC Fräse zu bauen. Sie wurde heute nach langer Arbeit fertig. Sie ist komplett aus Metall, mit Kugelumlaufspindeln, Linearführungen und einem Kress  Fräsmotor. Heute habe ich damit zum ersten Mal gefräst. Es hat geklappt!

    Bei Gelegenheit werde ich das Projekt näher vorstellen.

    Hardware Aufstellung grob: Arduino Mega, Ramps 1.4, Marlin Firmware, Toshiba TB6600 Steppertreiber, Nema 23 Stepper 76mm lang, Linearführungen, 1605 Kugelumlaufspindeln…


     

    Der letzte Artikel im heutigen BlogBlick dreht sich um alles was mit Holz zu tun hat. In Michas Holzblog werden äußerst professionelle Holzprojekte gezeigt und erklärt. Im Februar ist das ein Unterschrank für einen Spindelschleifer:

    Mein Platz in der Werkstatt ist ja wie ihr wisst knapp, das musste in den Anforderungen für die Unterbringung bedacht werden.
    Daher stellte sich folgender Anforderungskatolog raus:

    Ein reines Untergestell schied aus, da die optimale Arbeitshöhe dafür zu hoch ist und das Ding bei Nichtgebrauch im Weg stehen würde.
    Trotzdem sollte eine Arbeitshöhe von ca. 110-120cm möglich sein.
    Bei Nichtverwendung, möglichst die Höhe vom MFT/CMS mit 90cm.
    Stauraum unterhalb der Maschine für z.B. Systainer.
    Material 18mm MPX, davon habe ich noch genug für das Projekt.
    Schrank muss auf Rollen stehen.
    Design angelehnt an den Kapex Unterschrank


     

    Das war es für heute. Bloggt fleißig weiter, liebe Bastler, damit ich auch in der nächsten BlogBlick-Folge wieder viel zu berichten habe.

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  2. Touch me: Zeitgemäße Oszilloskop-Bedienung

    7

    29.08.2015 von plaintron

    Seit gut zwei Jahren steht ein neues Oszilloskop auf meiner Anschaffungsliste. Aber wie das immer so ist, wenn ich etwas kaufen möchte: Erst mal muss genau verglichen werden, welche Geräte mit welchen Features am besten für meine Zwecke geeignet sind, ob sie ihren Preis auch wert sind und ob ich in zehn Jahren voraussichtlich immer noch den Eindruck haben werde, einen guten Kauf gemacht zu haben.

    Aktuell arbeite ich immer noch mit einem Analog-Oszi von Hameg, einem HM404. Das habe ich vor über 15 Jahren gekauft und jederzeit den Eindruck gehabt, dass es sein Geld wert war. Was mir daran allerdings fehlt, sind all die tollen Funktionen eines digitalen Speicheroszilloskops. Mein kleines Taschenoszi langt da natürlich nicht.

    Bei meinen Vergleichsstudien ist mir aufgefallen, dass die meisten modernen Geräte im Prinzip das gleiche Interface haben wie vor 30 Jahren. Dazu kommt, dass selbst bei renommierten Herstellern die Potis, Drehgeber und Tasten klapperig ausgeführt sind und sich billig anfühlen. Ist das noch zeitgemäß im Zeitalter von Multitouch und Bluetooth? Oder wäre vielleicht ein Oszilloskop-Modul mit einem Anschluss für PC bzw. Tablet sinnvoller? Gibt es vielleicht alles in einem Gerät, also hochwertige Signalverarbeitung und moderne Bedienelemente?

    Es kommt aber noch ein anderer Punkt dazu: Nennt mich oberflächlich, aber meine Messgeräte sollen auch irgendwie so aussehen, dass ich sie ernst nehmen kann. Das heißt, sie sollen sinnvolle Bedienelemente besitzen, die so angeordnet sind, dass sie gut erkennbar und intuitiv bedienbar sind, und das bitte in einer professionell gestalteten Optik. Diese bonbonfarbenen Oberflächen bei Peaktech oder Owon fine ich albern. Rigol-Geräte wirken auf den ersten Blick wie Plastikspielzeug. Selbst die Billigserie von LeCroy überzeugt mich nicht. Die teuren Geräte mit der schwarzen Front sehen schon eher wie richtige Laborgeräte aus und haben auch technisch etwas zu bieten.

    Zunächst habe ich mir die Geräte von PicoScope angesehen. Zwischen 900 und 2000 Euro sind dort brauchbare Teile dabei, mit Bandbreiten ab 100MHz. Aber will ich wirklich jedesmal, wenn ich kurz ein Signal messen will, den PC hochfahren? OK, mit einem separaten Notebook oder einem Windows-Tablet am Messplatz würde das schon gehen. Aber da kommen dann noch mal Kosten dazu, die ich lieber in ein hochwertigeres Messgerät investieren könnte. Außerdem fühlt sich das irgendwie nicht gut an, wenn der PC für die Darstellung des Bildes zuständig ist, das er aus Daten generiert, die über ein USB-Kabel kommen. Als Analogmensch fehlt mir das Vertrauen in den Rechner. Ich weiß, das ist technisch bei kompletten Digital-Oszis nicht viel anders, aber es wirkt irgendwie direkter, wenn alles in einem Gerät ist. Mehr so ein subjektives Ding.

    Dann gibt es diverse Lösungen, die ein Tablet als Anzeige nutzen. Das finde ich schon ein sympathisches Konzept, aber bisher überzeugt das technisch alles noch nicht so recht. Labnation bietet ein Gerät mit 100MS/s an, was ich etwas dünn finde. Die Geräte von Oscium benötigen ein Apple-Gerät mit Lightning-Anschluss und bringen es auf maximal 50 Megasamples. Das hilft auch nicht so recht weiter, außer vielleicht als komfortabler Logic-Analyzer.

    virtualbenchDeutlich professioneller geht es bei National Instruments mit der Virtual Bench zu. Darin ist außer einem MSO auch noch ein Netzteil, ein Funktionsgenerator und ein DMM enthalten. Die Darstellung erfolgt über einen Windows-PC/Tablet oder ein iPad via WLAN oder USB. Mit 100MHz Analogbandbreite und 1GS/s ist das schon ein ordentliches Werkzeug.

    Peaktech hat bei zwei Geräten ein klein wenig Touch eingebaut. Das beschränkt sich aber, so weit ich das erkennen kann, auf ein paar Zusatz- und Auswahlfunktionen am Rand des Displays.

    Letzte Woche kam der aktuelle Katalog von ELV bei mir an. Üblicherweise weiß ich schon was da drin steht, aber ein Gerät ist mir dann doch besonders aufgefallen: Ein Oszilloskop-Tablet von Micsig (tBook-Serie). Das Teil sieht aus wie ein stark übergewichtiges iPad mit BNC-Anschlüssen und scheint alles zu beinhalten, was man von einem ordentlichen Oszi erwartet: Großer kapazitiver Touchscreen tablet-oszi(10,1 Zoll), 1 GS/s, Akku- oder Netzteilbetrieb, 150MHz Analogbandbreite. An mathematischen Funktionen sind die üblichen 5 vorhanden: +,-,*,/,FFT. Leider keine Integration, aber das ist in der Preisklasse auch eher selten (ca. 1000 Euro Straßenpreis).

    Ja, insgesamt scheint mir das ein zukunftstaugliches Konzept für Oszilloskope zu sein. Hoffentlich kommen noch mehr Hersteller auf die Idee. Vielleicht warte ich doch noch eine Weile mit der Neuanschaffung oder schaue mir eines der Micsig-Geräte aus der Nähe an.

     

    Wenn Ihr ähnliche Geräte kennt oder schon getestet habt, freue ich mich über Hinweise in den Kommentaren (wenn nicht, natürlich auch).

     

    Links:

    Testbericht: USB-Oszilloskope der Einsteigerklasse
    https://konnitschiwa.wordpress.com/2013/10/14/testbericht-usb-oszilloskop-von-pearl/

    Oszilloskop Tastkopf für iPod, iPhone und Android
    http://www.nicomania.de/ipod/oszilloskop-tastkopf-fuer-ipod-iphone-und-android

    First 100MS/s Open Source Oscilloscope for iPad, Android and PC
    http://powerelectronics.com/blog/first-100mss-open-source-oscilloscope-ipad-android-and-pc

    OscBox Bluetooth DSO
    https://www.youtube.com/watch?v=b5fyA2NjbgE

    Micsig tablet oscilloscope Basic Operation
    https://www.youtube.com/watch?v=ki9yBaRoxY0

    Review of National Instruments VirtualBench
    https://www.youtube.com/watch?v=hNksWHJ2rZE

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