1. SMD-Lötstation für wenig Geld

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    17.02.2017 von plaintron

    Vor einiger Zeit habe ich einen Bauvorschlag für eine Micro-Lötstation mit Weller-Aktivspitzen vorgestellt (Typ RT für WRMS-Stationen). Die Lötspitze ist für etwa 40 Euro zu haben und es gibt sie in verschiedenen Ausführungen von ultraspitz (0,1 mm) bis zur Meißelform mit 1,5 mm Breite.

    Was diese Lötspitze so speziell macht, ist der Aufbau mit integrierten Heizelement einschließlich Temperaturfühler sowie die geringe Masse, was sie dank der 50 Watt Leistung sehr schnell aufheizen lässt. Am Ende befindet sich ein gewöhnlicher 3,5mm-Klinkenstecker mit drei Kontakten, an denen Masse, 12V und Messfühler angeschlossen sind. Im Prinzip lässt sich ein einfaches Klinke-Verlängerungskabel aufstecken und schon hat man einen fertigen Lötkolben in der Hand.

    Diese Konstruktion fand ich nicht besonders ergonomisch, deshalb habe ich mir aus einer Cinch-Kupplung und etwas Karbon-Rohr einen gut ausbalancierten und trotzdem leichten Griff gebaut. Das Silikon-Kabel ist 5mm dünn und sehr flexibel. Allerdings habe ich keine Bezugsquelle für das Kabel alleine gefunden und deshalb einen PT100-Temperatursensor mit ausreichender Kabellänge gekauft und in zwei Teile gestückelt, um den Sensor anderweitig verwenden zu können.

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  2. #Schrauberpodcast: Pi mal Daumen PxD001 – Hasnichgesehen

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    16.02.2017 von plaintron

    Hier ist sie, die erste Folge des weltweit ersten norddeutschen Schrauberpodcasts „Pi mal Daumen“! Wir fangen klein an, nämlich mit …
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  3. Es ist ein Schrauberpodcast! Pi mal Daumen – die Nullnummer PxD000

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    15.02.2017 von plaintron

    Kaum ist man mal eine Weile mit anderen Sachen beschäftigt, ist schon wieder ein Jahr ohne neuen Blogartikel rum. Aber ich war nicht untätig und habe in dieser Zeit meinen ersten Podcast produziert.

    Nein. So lange hat es nicht gedauert. Mir ist nur zwischendurch die Lust am Bloggen verloren gegangen 😉

    Podcasts sind eine tolle Sache. Lehrreich, unterhaltsam, spannend und sie sind seit vielen Jahren mein Lieblingsmedium. Irgendwann fiel mir auf, dass es zwar zu allen möglichen Themen das passende Audiomaterial gibt, aber Schraubereien im weitesten Sinne (also alle handwerklichen Tätigkeiten) stark unterrepäsentiert sind.

    Deshalb habe ich einen Schrauberpodcast produziert und mich dazu mit Leuten aus ganz unterschiedlichen Berufen und mit unterschiedlichen Hobbys unterhalten, um mehr über sie zu erfahren.

    Jetzt anhören …

  4. Magnetischer Platinenhalter

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    27.02.2016 von plaintron

    Wie macht Ihr das, wenn Ihr an einer Platine herumlöten wollt? Ob komplette oder teilweise Bestückung, auslöten von durchgesteckten oder oberflächenmontierten Bauteilen, Reparaturen – irgendwie muss die Platine stabil gehalten werden.

    drittehandBisher hatte ich so eine “Dritte Hand” im Einsatz, ein Stativ mit zwei Kokoklemmen. Das Teil ist aber einfach zu wackelig, wenn großere Platinen eingespannt sind oder ein Bauteil mit viel Kraftaufwand herausgehebelt werden soll.

    Weller hat eine stabilere Lösung im Angebot. Das ist ein Lötrahmen mit zwei Backen, die sich zusammenschieben und festklemmen lassen. Das Teil ist allerdings teuer und die Anwenderberichte sind eher durchwachsen.

    schraubstockFür kleinere Platinen tut es ein Mini-Schraubstock. Damit lässt sich auch mal ein Stecker an ein Kabel anlöten oder eine Litze verzinnen. Aber auch die Lösung ist nicht wirklich komfortabel, weil ich mit einer Hand die Platine oder den Stecker zwischen die Backen balancieren muss, um gleichzeitig mit der anderen Hand an der Spindel zu drehen.

    Dann gibt es noch diverse Lötrahmen mit Spannfedern. Die sind aber relativ leicht gebaut und ebenfalls unhandlich, in typischer China-Grabbeltisch-Qualität. Das ist auch nichts für mich.

    LR250M_04Vor einiger Zeit sind mir bei einem Hersteller von Reflow-Lötanlagen ein paar kleine Alu-Winkel mit eingepressten Magneten aufgefallen. Die lassen sich einfach auf eine Stahlplatte setzen, zusammenschieben und die Platine dazwischen einspannen. Also habe ich mir diese Winkel besorgt und damit gearbeitet. Das funktioniert im Prinzip nicht schlecht, aber die Magnete sind zu schwach, die Winkel zu klein und die Spannmöglichkeiten zu unflexibel.

    Deshalb habe ich mir überlegt, wie sich sowas perfektionieren ließe. Passende Alu-Winkel gibt es bei Fischer-Elektronik als Kühlkörper für Leistungsbauteile. Im Einzelhandel sind diese Winkel derzeit leider nur bwinkel-3deim großen “C” erhältlich. Größere Stückzahlen (ab 20) lassen sich direkt beim Hersteller beziehen. Um senkrecht oder waagerecht Platinen oder Stecker einspannen zu können, habe ich mir entsprechende Nuten in die Winkel gefräst. Auch die Oberkante ist angefräst, um größere Werkstücke, z.B. ein Gehäuse, halten zu können.

    Kräftige Magnete finden sich in großer Auswahl bei Ebay. Ich habe mich für Neodym-Ringmagnete 10x3mm entschieden. Die Haltekraft pro Magnet liegt bei ca. 1,5kg. Bei drei Magneten pro Winkel habe ich die beste Stabilität, wobei sich die Magnete trotzdem noch gut auf der Grundplatte verschieben lassen. Durch das Loch in der Mitte werden die Magnete vernietet.

    Als Basis habe ich mir 2mm Stahlblech auf 100x200mm zuschneiden lassen. Damit diese Platte nicht auf dem Arbeitstisch verrutschen kann, wird sie auf der Unterseite mit Neopren beklebt. Die Oberseite habe ich durch eine Folie aus PTFE-beschichtetem Glasgewebe mit Silikonkleber geschützt (Hightechflon). Das Zeug ist genial, weil es hitzebeständig und leicht zu reinigen ist.

    Und so sieht das fertige Gerät aus:

    LR2010-90_01

    Diesen Halter habe ich jetzt seit ca. 2 Wochen im Einsatz und benutze ihn wirklich ständig, selbst wenn ich nur mal schnell einen Draht verzinnen will. Er nimmt wenig Platz auf der Werkbank weg und ist so leicht zu bedienen, dass ich an Schraubstock und Krokoklemmengestell überhaupt nicht mehr denke.

    Weil die Einzelteile in kleinen Mengen kaum zu bekommen sind, habe ich gleich ein paar mehr gebaut. Wer einen haben will, kann den über mein Ebay-Profil bestellen oder mir hier eine Nachricht hinterlassen.

  5. #BlogBlick No. 6

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    30.08.2015 von plaintron

    Diese Woche habe ich genutzt, um das Wort „#BlogBlick“ zu üben, denn beim letzten Versuch kam ein „BogBlick“ dabei heraus, der jetzt trotz Korrektur in diversen Pingbacks verewigt ist 😉

    Außerdem habe ich mich die letzten Tage mit KiCad und Designspark PCB herumgequält, nachdem ich viele Jahre nur Target3001 benutzt habe. Am liebsten würde ich jetzt einen gepfefferten Rant über KiCad schreiben, aber das hebe ich mir für später auf.

    Matthias Bock verwendet Altium und war damit ebenfalls nicht zufrieden, weshalb er mit Python ein paar Verbesserungen eingebaut hat:

    Altium’s Auto-Router is a pain, it doesn’t produce usable results even in trivial scenarios. I had the idea of scripting the routing of my board and found, that Altium supports scripting. However, they do not offer scripting in my preferred language (Python) and running the scripts seems to require Altium to be installed and running, which makes it pretty useless due to the lack of a Linux version of Altium. Looks like I have to hack some file manipulation together myself.

    https://blog.matthiasbock.net/2015/07/01/altium-scripting-with-python/


     

    Das „Internet of Things“ ist unter Makern zur Zeit ein heißes Thema. Praktischerweise gibt es seit einiger Zeit einen Chip, der serielle Datenübertragung via WLAN enorm vereinfacht. Im Beitrag „Integration des ESP8266 in die Standard Arduino IDE“ des „Glaskugelsehen-Blogs“ gibt es wertvolle Informationen dazu:

    In meinem letzten Beitrag habe ich beschrieben wie der ESP8266 angeschlossen werden muss, um mit der Arduinio IDE geflashed zu werden. Zu diesem Zeitpunkt war eine eigenständige IDE (siehe Link) notwendig. Heute ist die Integration des ESP8266 in die Standard IDE sehr viel einfacher. Adafruit hat eine ausführliche Anleitung veröffentlicht, die bis jetzt allerding nicht auf Deutsch verfügbar ist. Deshalb und da die Anleitung auch für den ESP8266-01 gültig ist, diese Anleitung hier.

    https://glaskugelsehen.wordpress.com/2015/08/09/integration-des-esp8266-in-die-standard-arduino-ide/


     

    Ein aktueller Artikel bei Michael Floessel passt gut zu meinem Beitrag über PC-Oszilloskope. Hier hat er sich mit dem Hantek6022BE unter Windows 10 beschäftigt:

    Soweit hat alles funktioniert, lediglich mein Hantek 6022BE USB-Oszilloskop wird nicht mehr erkannt. Ein erster Blick auf die Herstellerseite offenbart keine Windows 10 Treiber, jedenfalls ist dies nicht dokumentiert. Da ich nicht sicher war, ob ich überhaupt die aktuelle Version schon installiert hatte, habe ich den verfügbaren Treiber mal heruntergeladen, die Installation endet(e) aber in diversen Fehlercodes, je nach Installationsmethode.

    http://www.michael-floessel.de/mfblog/hantek-6022be-und-windows-10/


     

    Einen habe ich noch: Bei ICRaspberry dreht sich alles um den Raspberry Pi. Ein aktuelles Tutorial zeigt, wie damit die Daten des Gyroskop-Bausteins verarbeitet werden können:

    Der MPU6050 ist ein mächtiger Sensor, der die Winkelgeschwindigkeit, die Linearbeschleunigung und die Temperatur messen kann. Die Auflösung beträgt 16 Bit. Die Messintervalle können eingestellt werden. Die Daten werden über den I2C-Bus ausgelesen. Es ist ein Chip integriert, auf dem eigene Algorithmen installiert werden können, welche die Sensordaten direkt auswerten können. Mit etlichen Registern können Einstellungen vorgenommen werden.

    http://icraspberry.blogspot.de/2015/06/gyroskop-mpu6050.html

     

  6. Basteltipp: Micro-Lötstation mit Weller-Lötspitze

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    30.08.2015 von plaintron

    Für ultrafeine Lötarbeiten gibt es Weller-Lötspitzen bis hinunter zu 0,1mm Spitzenbreite. Die Lötsation dazu ist allerdings sehr teuer.

    Im Blog „Pluto’s Welt“ gibt es eine interessante Anleitung zum Bau einer Arduino-geregelten Lötsation für die RT-Spitzen von Weller, die bereits ein Heizelement und einen Temperatursensor enthalten.

    Diese Seite beschreibt eine günstige SMD Lötstation welche als Arduino Shield eines Arduino UNO aufgebaut ist. Es unterstützt die aktiven Lötspitzen der Weller RT Serie, welche bereits Heizelement und Temperatursensor integriert haben und über einen 3,5 mm Klinkenstecker angeschlossen werden. Mit einer entsprechenden Klinkenkupplung erhält man somit einen kompakten SMD Lötkolben (siehe Fotos unten) mit sehr schnellen Aufheizzeiten von wenigen Sekunden.

    SMD Lötstation für Weller-Lötspitzen

    http://www.martin-kumm.de/wiki/doku.php?id=Projects:SMD_Loetstation

  7. Platinenherstellung mit Laminat

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    30.08.2015 von plaintron

    Bei selbst hergestellten Platinen habe ich bisher nur mit fertig beschichtetem Basismaterial gearbeitet und ausschließlich FR4 von Bungard verwendet. Mir ist da nicht so sehr nach Experimenten zumute, weil ich mich immer schrecklich ärgere, wenn das Ergebnis nicht direkt so ist wie ich möchte.

    platinen-tap-2-4-hell

    Der Aufwand mit Trockenlaminat war mir bisher zu groß, obwohl ich schon einen geeigneten Laminator gekauft habe. Zumindest für den Silkscreen, also die Platinenbeschriftung, werde ich das wohl bei Gelegenheit testen.

    Hier gibt es eine Video-Anleitung für die Beschichtung und Verarbeitung von Photolaminat:

    Sieht gut aus, finde ich. Was mir dabei allerdings nicht gefällt, ist die Reinigungsmethode, weil die Kupferschicht dadurch zu sehr zerkratzt. Da würde ich eine chemische Reinigung bevorzugen.

    Wie immer interessieren mich Eure Erfahrungen dazu. Wie stellt Ihr Platinen her? Welche Arbeitsabläufe haben sich bewährt?

  8. Touch me: Zeitgemäße Oszilloskop-Bedienung

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    29.08.2015 von plaintron

    Seit gut zwei Jahren steht ein neues Oszilloskop auf meiner Anschaffungsliste. Aber wie das immer so ist, wenn ich etwas kaufen möchte: Erst mal muss genau verglichen werden, welche Geräte mit welchen Features am besten für meine Zwecke geeignet sind, ob sie ihren Preis auch wert sind und ob ich in zehn Jahren voraussichtlich immer noch den Eindruck haben werde, einen guten Kauf gemacht zu haben.

    Aktuell arbeite ich immer noch mit einem Analog-Oszi von Hameg, einem HM404. Das habe ich vor über 15 Jahren gekauft und jederzeit den Eindruck gehabt, dass es sein Geld wert war. Was mir daran allerdings fehlt, sind all die tollen Funktionen eines digitalen Speicheroszilloskops. Mein kleines Taschenoszi langt da natürlich nicht.

    Bei meinen Vergleichsstudien ist mir aufgefallen, dass die meisten modernen Geräte im Prinzip das gleiche Interface haben wie vor 30 Jahren. Dazu kommt, dass selbst bei renommierten Herstellern die Potis, Drehgeber und Tasten klapperig ausgeführt sind und sich billig anfühlen. Ist das noch zeitgemäß im Zeitalter von Multitouch und Bluetooth? Oder wäre vielleicht ein Oszilloskop-Modul mit einem Anschluss für PC bzw. Tablet sinnvoller? Gibt es vielleicht alles in einem Gerät, also hochwertige Signalverarbeitung und moderne Bedienelemente?

    Es kommt aber noch ein anderer Punkt dazu: Nennt mich oberflächlich, aber meine Messgeräte sollen auch irgendwie so aussehen, dass ich sie ernst nehmen kann. Das heißt, sie sollen sinnvolle Bedienelemente besitzen, die so angeordnet sind, dass sie gut erkennbar und intuitiv bedienbar sind, und das bitte in einer professionell gestalteten Optik. Diese bonbonfarbenen Oberflächen bei Peaktech oder Owon fine ich albern. Rigol-Geräte wirken auf den ersten Blick wie Plastikspielzeug. Selbst die Billigserie von LeCroy überzeugt mich nicht. Die teuren Geräte mit der schwarzen Front sehen schon eher wie richtige Laborgeräte aus und haben auch technisch etwas zu bieten.

    Zunächst habe ich mir die Geräte von PicoScope angesehen. Zwischen 900 und 2000 Euro sind dort brauchbare Teile dabei, mit Bandbreiten ab 100MHz. Aber will ich wirklich jedesmal, wenn ich kurz ein Signal messen will, den PC hochfahren? OK, mit einem separaten Notebook oder einem Windows-Tablet am Messplatz würde das schon gehen. Aber da kommen dann noch mal Kosten dazu, die ich lieber in ein hochwertigeres Messgerät investieren könnte. Außerdem fühlt sich das irgendwie nicht gut an, wenn der PC für die Darstellung des Bildes zuständig ist, das er aus Daten generiert, die über ein USB-Kabel kommen. Als Analogmensch fehlt mir das Vertrauen in den Rechner. Ich weiß, das ist technisch bei kompletten Digital-Oszis nicht viel anders, aber es wirkt irgendwie direkter, wenn alles in einem Gerät ist. Mehr so ein subjektives Ding.

    Dann gibt es diverse Lösungen, die ein Tablet als Anzeige nutzen. Das finde ich schon ein sympathisches Konzept, aber bisher überzeugt das technisch alles noch nicht so recht. Labnation bietet ein Gerät mit 100MS/s an, was ich etwas dünn finde. Die Geräte von Oscium benötigen ein Apple-Gerät mit Lightning-Anschluss und bringen es auf maximal 50 Megasamples. Das hilft auch nicht so recht weiter, außer vielleicht als komfortabler Logic-Analyzer.

    virtualbenchDeutlich professioneller geht es bei National Instruments mit der Virtual Bench zu. Darin ist außer einem MSO auch noch ein Netzteil, ein Funktionsgenerator und ein DMM enthalten. Die Darstellung erfolgt über einen Windows-PC/Tablet oder ein iPad via WLAN oder USB. Mit 100MHz Analogbandbreite und 1GS/s ist das schon ein ordentliches Werkzeug.

    Peaktech hat bei zwei Geräten ein klein wenig Touch eingebaut. Das beschränkt sich aber, so weit ich das erkennen kann, auf ein paar Zusatz- und Auswahlfunktionen am Rand des Displays.

    Letzte Woche kam der aktuelle Katalog von ELV bei mir an. Üblicherweise weiß ich schon was da drin steht, aber ein Gerät ist mir dann doch besonders aufgefallen: Ein Oszilloskop-Tablet von Micsig (tBook-Serie). Das Teil sieht aus wie ein stark übergewichtiges iPad mit BNC-Anschlüssen und scheint alles zu beinhalten, was man von einem ordentlichen Oszi erwartet: Großer kapazitiver Touchscreen tablet-oszi(10,1 Zoll), 1 GS/s, Akku- oder Netzteilbetrieb, 150MHz Analogbandbreite. An mathematischen Funktionen sind die üblichen 5 vorhanden: +,-,*,/,FFT. Leider keine Integration, aber das ist in der Preisklasse auch eher selten (ca. 1000 Euro Straßenpreis).

    Ja, insgesamt scheint mir das ein zukunftstaugliches Konzept für Oszilloskope zu sein. Hoffentlich kommen noch mehr Hersteller auf die Idee. Vielleicht warte ich doch noch eine Weile mit der Neuanschaffung oder schaue mir eines der Micsig-Geräte aus der Nähe an.

     

    Wenn Ihr ähnliche Geräte kennt oder schon getestet habt, freue ich mich über Hinweise in den Kommentaren (wenn nicht, natürlich auch).

     

    Links:

    Testbericht: USB-Oszilloskope der Einsteigerklasse
    https://konnitschiwa.wordpress.com/2013/10/14/testbericht-usb-oszilloskop-von-pearl/

    Oszilloskop Tastkopf für iPod, iPhone und Android
    http://www.nicomania.de/ipod/oszilloskop-tastkopf-fuer-ipod-iphone-und-android

    First 100MS/s Open Source Oscilloscope for iPad, Android and PC
    http://powerelectronics.com/blog/first-100mss-open-source-oscilloscope-ipad-android-and-pc

    OscBox Bluetooth DSO
    https://www.youtube.com/watch?v=b5fyA2NjbgE

    Micsig tablet oscilloscope Basic Operation
    https://www.youtube.com/watch?v=ki9yBaRoxY0

    Review of National Instruments VirtualBench
    https://www.youtube.com/watch?v=hNksWHJ2rZE

  9. #BlogBlick No. 5

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    23.08.2015 von plaintron

    Diese Woche war es etwas ruhiger hier im Blog und nun ist schon wieder Sonntag. Zeit für den nächsten #BlogBlick.


     

    Als ich meinen Reflow-Ofen gebaut habe, musste auch eine Kontrastregelung für das LCD auf die Platine. Das 1-Euro-Pollin-Display erwies sich da als recht sensibel, und so habe ich eine negative Hilfsspannung und ein Poti implementiert, damit ich bei Bedarf den Kontrast anpassen kann. Die klügere Lösung gibt esim Blog „Krumeltee“ zu besichtigen: Per PWM mit dem Controller.

    Hier zeige ich zwei Methoden zur Regelung des Kontrasts und eine, ganz einfache, für die Hintergrundbeleuchtung.

    Für den Kontrast gibt es die Möglichkeiten per:

    DA-Wandler + Operationsverstärker (einfach, teuer)
    PWM + RC-Glied (sehr einfach, billig)

    https://krumeltee.wordpress.com/2011/08/27/kontrast-fur-hd44780-lcd-displays-per-software-pwm-regeln/


     

    Bei „Sascha´s DIY Projects“ sind mir zwei Artikel über Hameg-Oszilloskope aufgefallen, weil ich in meiner Tools-Serie demächst genau darüber, nämlich über mein HM404, schreiben möchte.

    Vor etwa 1 Monat habe ich mein “HAMEG HM203-7 Oszilloskop Bj. 1990” bekommen.
    Der Bucht sei dank… für nen schmalen Dollar. Wobei es für US Verhältnisse schon teuer war. Vergleichbar ausgestattete Geräte von Tektronix und Co. gibt es hier schon wesentlich günstiger.
    Aber es sind halt alle keine HAMEG Oszis!

    https://diysascha.wordpress.com/2015/07/28/hameg-hm203-7-20mhz-analog-oszilloskop/


     

    Im Blog „Arduino Photo Bot“ geht es um ein recht aufwändiges Raspi-Projekt zur Steuerung und Überwachung einer Fußbodenheizung:

    Ich habe im Wohnzimmer einen Thermostat, der die Fußbodenheizung steuert. Diesen kann man zwischen 1 und 5 einstellen. Also zwischen “kalt” und “warm”. Da alleine das Innenleben diese Thermostate schon 50€ kostet und dann noch die entsprechende Verkleidung passend zu den Schaltern habe ich mich mal an den Ersatz ‘rangemacht.

    https://arduinophotobot.wordpress.com/2015/06/21/was-mich-die-letzten-monate-beschaftigt-hat/


     

    Im „Crackburg Blog“ gibt es leider keine aktuellen Artikel. Ein RFID-Projekt aus dem Jahr 2010 finde ich trotzdem interessant:

    Zu Weihnachten habe ich ein Touchatag Starter Paket geschenkt bekommen. Nun bin ich auch dazu gekommen, ein bischen zu spielen.

    Das Paket enthält einen USB HF RFID Reader und 10 touchatag-Tags. Das Lesegerät ist ein ACR122U von der Firma ACS und funkt auf 13,56MHz.

    https://crackburg.wordpress.com/2010/02/04/touchatag-usb-hf-rfid-reader/


     

    Zum Abschluss habe ich im Blog „deloarts“ noch einen spannende Arduino-Anwendung für die automatische Auslösung einer Fotokamera gefunden:

    Wer einen Wassertropfen reproduzierbar fotografieren will, der ist hier richtig. Mit etwas Aufwand kann man in wenigen Stunden aufregende Bilder von Tropfen schießen. Ich versuche dabei, jeden Schritt so ausführlich wie nötig zu erklären, um zum Schluss gute Ergebnisse zu erzielen. Hier will ich zeigen, wie ich einen Wassertropfen mit einem Standalone-Projekt fotografiere.

    https://deloarts.wordpress.com/2015/08/03/water-drop-advanced/

  10. Halbleiter-Poesie und kostenloses Know-How

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    17.08.2015 von plaintron

    In memoriam Jim Williams, der mich mehr über Schaltungstechnik lehrte als alle anderen Menschen, die jemals versuchten, mir etwas darüber beizubringen.

    In diesem Blog möchte ich eigentlich keine einzelnen Firmen, Marken oder Produkte hervorheben (solange sie mich nicht schrecklich gut dafür bezahlen 😉 ), aber letztendlich stellt all die Komponenten, mit denen man als Bastler so arbeitet, irgend eine Firma her, deren Name dann auch genannt werden muss. Und manche Hersteller geben sich einfach sehr viel Mühe bei der Entwicklung neuer Bausteine oder sind auf ihrem Gebiet außergewöhnlich kompetent.

    In meiner Lehrzeit haben mich speziell die durchdachten Schaltungen von Maxim fasziniert, weil damit oft eine Aufgabe mit einem einzigen IC gelöst werden konnte, für die vorher eine ganze Platine notwendig war. Heute erlebe ich das immer wieder mit Bauteilen von Linear Technology, besonders bei linearen und getakteten Spannungsreglern sowie bei A/D- oder D/A-Wandlern.

    Außerdem mag ich die Application Notes von LT. Als das Internet gerade anfing interessant zu werden, habe ich alles was ich an „AN“-Dokumenten von LT bekommen konnte heruntergeladen, ausgedruckt (Festplatten waren damals ziemlich klein) und in Ordnern gesammelt. Viele dieser mehrseitigen Abhandlungen zu einem bestimmten Thema waren nicht nur informativ, sondern auch unterhaltsam geschrieben, weshalb ich die gewöhnlich lieber gelesen habe als meine Fachbücher aus der Hochschulbibliothek.

    LT-Entwickler Jim Williams hat in der „Application Note 35“ von 1989 über Schaltregler geschrieben und sehr verständlich erklärt, wie ein Step-Down-Regler entwickelt wird und worauf man bei der Anwendung achten muss. Eine Seite, auf der es um die Auswahl der richtigen Induktivitäten geht, zitiere ich hier komplett, weil sie mir so gut gefällt:

    lt-inductors

    Jim Williams starb im Juni 2011 und bleibt vielen Entwicklern als Quelle kreativer Lösungen und tiefgehenden Analog-Know-Hows in Erinnerung.

    Viele Texte, die er für LT schrieb, finden sich in diesem Archiv:

    Texte von Jim Williams
    http://www.linear.com/doclist/?au=Jim+Williams

    Sichert Euch diese Kunstwerke, bevor sie verschwinden.

    williams_doodle

    Letzte Seite der Application Note 25 vom September 1997
    Switching Regulators for Poets
    A Gentle Guide for the Trepidatious

    http://cds.linear.com/docs/en/application-note/an25fa.pdf

     

    Links:

    Better before bigger: How Linear Tech was built
    http://www.edn.com/design/systems-design/4439975/Better-before-bigger–How-Linear-Tech-was-built

    Reading Jim Williams
    http://readingjimwilliams.blogspot.de/

    Jim Williams’ Coffee-Table Book for Analog Engineers
    http://electronicdesign.com/blog/jim-williams-coffee-table-book-analog-engineers

    An Analog Life: Remembering Jim Williams
    http://www.computerhistory.org/atchm/an-analog-life-remembering-jim-williams/

    Jim Williams and Bob Pease
    http://realityandreason.blogspot.de/2011/06/jim-williams-and-bob-pease.html

    Analog guru Jim Williams dies after stroke
    http://www.edn.com/electronics-blogs/readerschoice/4368121/Analog-guru-Jim-Williams-dies-after-stroke

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