Archiv der Kategorie: Tools

  1. Video: Reflow-Löten mit Heißluft

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    23.03.2017 von plaintron

    Seit etwa einem Jahr steht in meiner Werkstatt eine Heißluft-Lötstation. Es handelt sich dabei um ein weit verbreitetes China-Modell, das …
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  2. Touch me: Zeitgemäße Oszilloskop-Bedienung

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    29.08.2015 von plaintron

    Seit gut zwei Jahren steht ein neues Oszilloskop auf meiner Anschaffungsliste. Aber wie das immer so ist, wenn ich etwas kaufen möchte: Erst mal muss genau verglichen werden, welche Geräte mit welchen Features am besten für meine Zwecke geeignet sind, ob sie ihren Preis auch wert sind und ob ich in zehn Jahren voraussichtlich immer noch den Eindruck haben werde, einen guten Kauf gemacht zu haben.

    Aktuell arbeite ich immer noch mit einem Analog-Oszi von Hameg, einem HM404. Das habe ich vor über 15 Jahren gekauft und jederzeit den Eindruck gehabt, dass es sein Geld wert war. Was mir daran allerdings fehlt, sind all die tollen Funktionen eines digitalen Speicheroszilloskops. Mein kleines Taschenoszi langt da natürlich nicht.

    Bei meinen Vergleichsstudien ist mir aufgefallen, dass die meisten modernen Geräte im Prinzip das gleiche Interface haben wie vor 30 Jahren. Dazu kommt, dass selbst bei renommierten Herstellern die Potis, Drehgeber und Tasten klapperig ausgeführt sind und sich billig anfühlen. Ist das noch zeitgemäß im Zeitalter von Multitouch und Bluetooth? Oder wäre vielleicht ein Oszilloskop-Modul mit einem Anschluss für PC bzw. Tablet sinnvoller? Gibt es vielleicht alles in einem Gerät, also hochwertige Signalverarbeitung und moderne Bedienelemente?

    Es kommt aber noch ein anderer Punkt dazu: Nennt mich oberflächlich, aber meine Messgeräte sollen auch irgendwie so aussehen, dass ich sie ernst nehmen kann. Das heißt, sie sollen sinnvolle Bedienelemente besitzen, die so angeordnet sind, dass sie gut erkennbar und intuitiv bedienbar sind, und das bitte in einer professionell gestalteten Optik. Diese bonbonfarbenen Oberflächen bei Peaktech oder Owon fine ich albern. Rigol-Geräte wirken auf den ersten Blick wie Plastikspielzeug. Selbst die Billigserie von LeCroy überzeugt mich nicht. Die teuren Geräte mit der schwarzen Front sehen schon eher wie richtige Laborgeräte aus und haben auch technisch etwas zu bieten.

    Zunächst habe ich mir die Geräte von PicoScope angesehen. Zwischen 900 und 2000 Euro sind dort brauchbare Teile dabei, mit Bandbreiten ab 100MHz. Aber will ich wirklich jedesmal, wenn ich kurz ein Signal messen will, den PC hochfahren? OK, mit einem separaten Notebook oder einem Windows-Tablet am Messplatz würde das schon gehen. Aber da kommen dann noch mal Kosten dazu, die ich lieber in ein hochwertigeres Messgerät investieren könnte. Außerdem fühlt sich das irgendwie nicht gut an, wenn der PC für die Darstellung des Bildes zuständig ist, das er aus Daten generiert, die über ein USB-Kabel kommen. Als Analogmensch fehlt mir das Vertrauen in den Rechner. Ich weiß, das ist technisch bei kompletten Digital-Oszis nicht viel anders, aber es wirkt irgendwie direkter, wenn alles in einem Gerät ist. Mehr so ein subjektives Ding.

    Dann gibt es diverse Lösungen, die ein Tablet als Anzeige nutzen. Das finde ich schon ein sympathisches Konzept, aber bisher überzeugt das technisch alles noch nicht so recht. Labnation bietet ein Gerät mit 100MS/s an, was ich etwas dünn finde. Die Geräte von Oscium benötigen ein Apple-Gerät mit Lightning-Anschluss und bringen es auf maximal 50 Megasamples. Das hilft auch nicht so recht weiter, außer vielleicht als komfortabler Logic-Analyzer.

    virtualbenchDeutlich professioneller geht es bei National Instruments mit der Virtual Bench zu. Darin ist außer einem MSO auch noch ein Netzteil, ein Funktionsgenerator und ein DMM enthalten. Die Darstellung erfolgt über einen Windows-PC/Tablet oder ein iPad via WLAN oder USB. Mit 100MHz Analogbandbreite und 1GS/s ist das schon ein ordentliches Werkzeug.

    Peaktech hat bei zwei Geräten ein klein wenig Touch eingebaut. Das beschränkt sich aber, so weit ich das erkennen kann, auf ein paar Zusatz- und Auswahlfunktionen am Rand des Displays.

    Letzte Woche kam der aktuelle Katalog von ELV bei mir an. Üblicherweise weiß ich schon was da drin steht, aber ein Gerät ist mir dann doch besonders aufgefallen: Ein Oszilloskop-Tablet von Micsig (tBook-Serie). Das Teil sieht aus wie ein stark übergewichtiges iPad mit BNC-Anschlüssen und scheint alles zu beinhalten, was man von einem ordentlichen Oszi erwartet: Großer kapazitiver Touchscreen tablet-oszi(10,1 Zoll), 1 GS/s, Akku- oder Netzteilbetrieb, 150MHz Analogbandbreite. An mathematischen Funktionen sind die üblichen 5 vorhanden: +,-,*,/,FFT. Leider keine Integration, aber das ist in der Preisklasse auch eher selten (ca. 1000 Euro Straßenpreis).

    Ja, insgesamt scheint mir das ein zukunftstaugliches Konzept für Oszilloskope zu sein. Hoffentlich kommen noch mehr Hersteller auf die Idee. Vielleicht warte ich doch noch eine Weile mit der Neuanschaffung oder schaue mir eines der Micsig-Geräte aus der Nähe an.

     

    Wenn Ihr ähnliche Geräte kennt oder schon getestet habt, freue ich mich über Hinweise in den Kommentaren (wenn nicht, natürlich auch).

     

    Links:

    Testbericht: USB-Oszilloskope der Einsteigerklasse
    https://konnitschiwa.wordpress.com/2013/10/14/testbericht-usb-oszilloskop-von-pearl/

    Oszilloskop Tastkopf für iPod, iPhone und Android
    http://www.nicomania.de/ipod/oszilloskop-tastkopf-fuer-ipod-iphone-und-android

    First 100MS/s Open Source Oscilloscope for iPad, Android and PC
    http://powerelectronics.com/blog/first-100mss-open-source-oscilloscope-ipad-android-and-pc

    OscBox Bluetooth DSO
    https://www.youtube.com/watch?v=b5fyA2NjbgE

    Micsig tablet oscilloscope Basic Operation
    https://www.youtube.com/watch?v=ki9yBaRoxY0

    Review of National Instruments VirtualBench
    https://www.youtube.com/watch?v=hNksWHJ2rZE

  3. Tools: DSO Nano – Das Taschenoszilloskop

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    14.08.2015 von plaintron

    Ohne Messgeräte bastelt es sich schlecht. Meine Messplatz-Ausstattung ist zwar nicht im oberen Profi-Bereich angesiedelt, ein paar interessante Geräte sind aber doch dabei.

    Ein Tool, das ich trotz seiner sehr eingeschränkten Möglichkeiten gerne verwende ist das DSO Nano v3 von Seeed Studio. Diese Mini-Oszilloskope gibt es in verschiedenen Preis- und Qualitätsklassen. Ich habe mich für ein Modell im Metallgehäuse entschieden, das eher an einen kleinen Videoplayer erinnert.

    dso-nano_01

    Vermutlich ist das Gehäuse auch für den Zweck gedacht gewesen.

    Wer ein richtiges Digital-Oszilloskop sucht, braucht sich mit diesem Gerät nicht weiter zu befassen. Es ist ein kleines Schweizer Taschenmesser in mittlerer China-Qualität, das im Rahmen seiner begrenzten Möglichkeiten benutzbar ist. Mit 80-100 Euro Straßenpreis ist es kein Ultrabillig-Spielzeug, dafür ist es sehr ordentlich verarbeitet und auch die Bedienung ist nicht allzu nervig.

    Wie man sieht, ist meine Begeisterung etwas verhalten. Ich habe das DSO gekauft, weil ich im freien Feld an Windkraftanlagen Digitalsignale suchen musste, ohne zu wissen, wie diese aussehen könnten und ohne Dokumentation in der Hand. Dafür war es ideal. In Verbindung mit einem Logik-Analyzer am Notebook habe ich alles über die Datenströme erfahren, was ich wissen wollte.

    Eine schnelle Einschätzung, ob ein Signal vorhanden ist, welche Form und Frequenz es ungefähr hat und ob es irgendwelche Besonderheiten im zeitlichen Verlauf aufweist, ist mit dem Teil machbar. Echte Messungen würde ich damit nicht empfehlen. Der Eingangswiderstand liegt knapp über 200 kOhm (500 kOhm laut Hersteller), was schon zu einer deutlichen Verfälschung der gemessenen Pegel an hochohmigen Quellen führt. Die Abtastrate ist mit 1 Megasample pro Sekunde auch eher im ganz unteren Bereich angesiedelt. Mehr als 100 kHz lassen sich nicht zuverlässig erfassen. Der Hersteller gibt 200 kHz an.

    dso-screen

    Praktisch finde ich Funktionen wie Frequenz- und Spannungsmessung, Screenshot-Funktion (wird auf der SDHC-Karte gespeichert) und den eingebauten Rechteck-Generator, dessen Signal oben zu sehen ist (10Hz~1MHz). Verschiedene Trigger-Methoden und einen One-Shot-Modus gibt es ebenfalls. Um in einer Mikrocontroller-Schaltung ein Signal zu verfolgen genügt das völlig. Der eingebaute LiPo-Akku wird über den USB-Anschluss geladen und hält ein bis zwei Stunden im Dauerbetrieb.

    Technisch basiert das Innenleben auf einem ARM -M3 mit 32 Bit. Schaltplan (PDF) und Firmware (ZIP mit HEX-Files) sind frei verfübar. Dadurch lässt sich die Funktion des Gerätes je nach Wollen und Können den eigenen Bedürfnissen anpassen. Eine alternative Firmware gibt es auch. Im Seeedstudio-Forum steht alles was es darüber zu wissen gibt.

    Mein Fazit: Das DSO Nano ersetzt kein richtiges Oszilloskop und auch kein anderes Messgerät. Wer schnell ein Signal prüfen möchte oder abseits der regulären Stromversorgung ein kleines, handliches Schätzgerät für niederfrequente Signale sucht, wird trotzdem Spaß damit haben.

     

    Welche Tools habt Ihr im Einsatz? Womit arbeitet Ihr besonders gern?

    Auch das interessiert mich. Schreibt mir einen Kommentar oder bloggt darüber, wenn Ihr mögt.

  4. Orbit-Objekte als WebGL-Visualisierung

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    08.08.2015 von plaintron

    Eigentlich bin ich als Webentwickler der ersten Stunde ja ziemlich konservativ eingestellt, was neue Webtechniken betrifft. Anstatt 100 Kilo Frameworks in den Browser zu laden mache ich mir lieber Gedanken wie sich das Darstellungsproblem in CSS lösen lässt. Statt lustiger Flash-Animationen ohne Nutzen verwende ich lieber statische Grafiken oder HTML5/CSS3-Features.

    Was mich aber schon begeistert, ist die Browser-Schnittstelle WebGL. Damit sind 3D-Darstellungen in Web-Techniken umsetzbar, die sonst nur mit aufwändiger Desktop-Software möglich waren. Selbst anspruchsvolle Spiele lassen sich damit bauen. Passende Frameworks erleichtern die Entwicklung.

    Ein besonders spannendes Beispiel für die Verwendung von WebGL ist mir gestern durch die Timeline gescrollt: „Stuff in Space“ heißt die Seite und sie visualisiert in einer interaktiven 3D-Grafik sämtliche bekannten Objekte (Satelliten, Raketenstufen, Weltraumschrott usw.) im Erdorbit sowie deren Umlaufbahn. Es ist wirklich beeindruckend. Schaut euch das an und spielt ein wenig damit.

    stuffinspace

    Man erkennt sehr schön den Ring der geostationären Satelliten für TV- und Internet-Übertragung und selbst kleine Objekte in Erdnähe sind mit Bewegung in Echtzeit dargestellt. Ein Klick auf das Objekt zeigt alle dazu verfübaren Daten, die aktuelle Geschwindigkeit und Position und vieles mehr an.

    stuffinspace02

    Wer mit eigenen WebGL-Projekten experimentieren möchte, kann das mit der Web-Demo von WebGL Studio probieren. Allerdings finde ich diese Anwendung weder besonders intuitiv noch gibt es eine gute Dokumentation (bzw. habe ich noch keine gefunden). Allerdings sind auf der Projektseite einige Erklär-Videos verfügbar. Ein wenig Geduld für die Einarbeitung ist also notwendig.

    Da drängt sich mir natürlich gleich ein Gedanke auf: Lassen sich damit auch CNC-Objekte erstellen? Hat schon jemand Export-Schnittstellen bzw. CAM-Tools auf WebGL-Basis für G-Code oder STL gebaut? Ich werde mich mal auf die Suche machen. Wozu das genau gut sein könnte weiß ich zwar noch nicht, aber dazu fällt mir bestimmt noch etwas ein 😉

    Wer dazu etwas weiß, möge bitte einen Hinweis hinterlassen.

  5. 3D-Drucker: China-Original oder Dremel-Kopie?

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    06.08.2015 von plaintron

    Die „Make:“-Redaktion von Heise beschäftigt sich in einer aktuellen Meldung mit dem 3D-Drucker von Dremel und findet ihn „Überraschend gut“. Ich habe die Meldung recht aufmerksam gelesen, weil für mich der Name Dremel bisher für „überraschend schlecht“ stand. Gute Ideen, gutes Marketing, preislich OK – aber die Umsetzung würde ich bei den bisher angeboteten Werkzeugmaschinen nie als profitauglich beschreiben.

    Was der Heise-Meldung fehlt, ist ein Vergleich zwischen dem chinesischen Original Flashforge Dreamer und der abgespeckten (und billigeren) Dremel-Variante.

    Im Blog „To Buy A 3D Printer“ gibt es Antworten auf die offen gebliebenen Fragen:

    To be fair, both of these are quality 3D printers. Which you decide on depends on the amount of money you want to spend, what you will be printing and your tastes. The Dremel Idea and FlashForge both have touchscreens, SD and USB connectivity and a similar size. However, if you are looking for Wi-Fi compatibility, more printing flexibility, faster printing, multiple supported filament types and a fashionable look, the FlashForge Dreamer 3D Printer is the one for you.

    http://tobuya3dprinter.com/dremel-idea-builder-vs-flashforge-dreamer-3d-printer-comparison/

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